Doch wie entstehen diese so tief verankerten Werte, die wie Kletten am Wollpulli haften? Haben wir gründlich recherchiert, abgewogen, verglichen und uns bewusst dafür entschieden oder doch eher wider besserem Wissens einem „argumentum ad verecundiam“ verfallen? Influencys als Werte-Spawn?
Aber nicht nur Autoritäten aus Fleisch und Blut beeinflussen und manipulieren unsere Überzeugungen. Es existiert bereits ein Trend zu einem uneingeschränkten Glauben an die Kompetenz, Neutralität und Vollständigkeit einer künstlichen Intelligenz (AI-Fundamentalismus). Dass dahinter Algorithmen von Menschen entwickelt wurden und werden scheint unwichtig oder irrelevant. Schließlich „heilt“ diese Intelligenz ja unsere menschliche Unvollkommenheit und entwickelt uns zum „Guten“.
Nein, wir erleben hier eine gefährliche Entwicklung und können nicht früh genug damit anfangen, unsere Sinne zu schärfen und lernen, dieser einfachen Verführung zu widerstehen. Was „gut“ ist entscheiden wir. Gut für uns als Individuum und/oder gut für uns als Gesellschaft/Gruppe/Gemeinschaft/Community. Wir müssen die Deutungshoheit über das Wertesystem behalten und weiterentwickeln! Wir müssen unsere Fähigkeit, Sachverhalte zu verifizieren und diese zu kommunizieren nutzen und unsere Sinne für die existenzielle Bedeutung unserer Werte entwickeln.
Dabei darf das Urteil nicht endgültig sein. Nur ein offener Diskurs mit Andersdenkenden ermöglicht es, Hinter- und Beweggründe zu verstehen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Ja, es fällt unglaublich schwer, andere Werte zu tolerieren oder respektieren, insbesondere wenn es sich um interkulturelle Ideologien handelt. Aber solange es keine übergeordnete Instanz gibt, die über richtig oder falsch entscheidet, werden wir gegenseitige Werte vernetzen müssen anstatt sie zwanghaft hierarchisch zu ordnen. Es hilft kein „toll“ oder „nicht toll“ sondern gelebter Pragmatismus im Stile polynesischer Segler. Das soll nicht bedeuten, dass wir ohne Navigation durch die Welt gehen. Werte dienen unser Orientierung. Wir müssen sie als Ordnungsparameter wahrnehmen, aber auch regelmäßig hinterfragen.
Überall, wo sich Menschen vernetzen, entsteht gleichzeitig eine Werte-Vernetzung.
Auch unsere Mukana Polis war bereits nach wenigen Wochen überholt. Wir haben sie gemeinsam weiterentwickelt und werden dies auch weiterhin tun.
Equalizer-Management?
Wie gehen wir als Unternehmys damit um? Ein wesentlicher Schritt ist die Erkenntnis, das Unternehmen als „Menschen“ funktionieren und die Bereitschaft, Unterschiede zu respektieren. Dazu gehört es, den Drang nach Steuerung und Kontrolle durch das Management zu unterdrücken und die Frequenz-Ausschläge aufzugreifen und nutzbar zu machen.
Wir bewahren deine DNA!