Grundlegende Zukunftsfähigkeiten. Der Blick zurück.


Soul Hub XXXI: Grundlegende Zukunftsfähigkeiten. Der Blick zurück.

Das Zeitkonzept des indigenen Volks der Aymara in den Hochanden unterscheidet sich von westlichen Vorstellungen. In ihrer Kultur wird die Vergangenheit als das, was „vor einem liegt“ und sichtbar ist, während die Zukunft hinter einem liegt, da sie noch unbekannt und unsichtbar ist. Diese umgekehrte Zeitwahrnehmung ist einzigartig und hebt sie von vielen anderen Kulturen ab.

In Unternehmen werden Strategien überwiegend vergangenheitsorientiert entwickelt und geplant. Dabei wäre es zweckmäßiger, visionär zu überlegen, wie wir uns eine Zukunft vorstellen und wie wir sie erschaffen können.

Welche Kompetenzen benötigen wir dazu im Unternehmen? Wie schaffen wir es, Zukunft neu zu denken anstatt die Vergangenheit als ausschließliches Vorbild zu nutzen? Wie können wir dieses Vorgehen im Unternehmen kultivieren?

In unserer nächsten Soul Hub Reihe widmen wir uns unserem Umgang mit der Zukunft. Im 31. Soul Hub geht es zunächst um unsere grundlegende Vorstellung der Zukunft und wie wir diese von der Vergangenheit entkoppeln können.

Diskutiert mit und entwickelt euch weiter!

Equalizer Management

Recap.

Zurückschauen, um den Weg nach vorne zu planen?
Klingt skurril, oder?

Genau so verhält es sich, wenn wir neue Strategien entwickeln und Projekte planen. Wir schauen: Was hat sich bewährt? Was ging schief? Welcher „Outcome“ folgte auf welche Maßnahme?


Das Problem: Die Glaskugel gibt es nicht, und der Blick in die Zukunft ist immer unsicher. Das Ceteris Paribus existiert schon in der Gegenwart nicht mehr! Und das liegt nicht daran, dass sich das Universum sekündlich weiter ausdehnt. Veränderung ist ständig und überall präsent, und zu viele Faktoren beeinflussen den „Outcome“.Und dennoch wissen wir nichts Besseres, als die Vergangenheit als Blaupause für die Zukunft zu nutzen. „Das haben wir doch schon immer so gemacht“ ... und es hat funktioniert. Wir haben langwährende Strukturen geschaffen, und Kreativität und Innovation bleiben auf der Strecke.

Warum ist das so? Zunächst hat uns das Leben unglaublich geprägt. Aus Prägung wird Gewohnheit, aus Gewohnheit Alltag, und der Alltag gibt uns Sicherheit. Je weniger wir verändern, desto weniger riskieren wir ungeliebte Überraschungen. Wir verlassen uns auf unser eingebautes Navigationssystem.

Was aber, wenn aufgrund einer Straßensperrung der einprogrammierte Weg plötzlich nicht mehr funktioniert? Haben wir dann Google Maps mit der idealen Ausweichroute schon im Kopf? Eher nein, denn dann fangen wir mit der akuten Problemlösung erst an. Und das bedeutet gemeinhin Druck und Stress. Die Uhr tickt gegen uns, wir kommen zu spät.

Beim Vergleich des Alltags eines mittelalterlichen Webers mit dem eines Börsenmaklers wird eines klar: Die Veränderungen unserer Lebensumstände sind heute radikaler und um ein Vielfaches schneller. Ausgelöst von dieser Dynamik entwickeln wir ein anderes Zeitgefühl. Auch lassen wir den Dingen weniger Zeit zu wachsen. Masthühner haben nach 30 Tagen ihre Schlachtreife erreicht und fallen um, weil ihre Beinknochen nicht schnell genug mitwachsen können. Eine solche Deformation entsteht bei uns Menschen weniger in den Knochen als vielmehr im Gehirn, wenn wir uns nicht genügend Zeit geben, neue Informationen zu verarbeiten. Es leiden die Kreativität, der Innovationsgeist und das gesunde Bewusstsein.

Doch warum brauchen wir das alles? Reicht es denn nicht, akut reaktiv zu handeln? Nun ja, einige von uns kommen offenbar mit dieser Lebensphilosophie gut zurecht. Wer es schafft, sich anzupassen und dabei nicht zu jammern, sei glücklich. Für Unternehmen, die Verantwortung für das Wohl ihrer Mitarbeitys haben, sollte die Zukunftssicherung im Mittelpunkt stehen. Und dazu gehört es, Zukunftsfähigkeiten zu entwickeln, die Innovationskraft zu fördern und Freiraum für kreative Neuschöpfungen zuzulassen. Denn die Zukunft wird letztlich durch das eigene Handeln gestaltet. Und dazu müssen wir unsere Teams bewegen. Wir müssen systemische Fähigkeiten trainieren, also das eine üben, um das andere zu können. Es braucht einen freien Blick in die Zukunft und ein frühzeitiges Training, bevor die nächste Krise einschlägt. Daraus entsteht die Fähigkeit zu intuitivem – richtigem – Handeln. Oder um auf die Straßensperre zurückzukommen: andere Ausweichrouten zu kennen, die möglicherweise ja sogar schöner sind!

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